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Ausstellung
17. November 2018 bis
24. März 2019

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Couven Museum

Mörser und Pistill – 230 Jahre Adler-Apotheke der Familie Monheim

In ihren Anfängen waren Apotheken simple Warenlager für Kräuter, Gewürze, Weine und andere Lebensmittel und Apotheker im heutigen Sinne waren damals nur die Verwalter all dieser Spezereien. Ihr Ursprung ist im frühen Mittelalter des alten Orients zu suchen. Dort hat sich nach dem Untergang des römischen Reiches das Wissen um die Gewinnung von Wirkstoffen, die Herstellung von Arzneien und ihrer Anwendung bewahren können, welches schließlich durch westliche Kaufleuten im arabisch besetzten Spanien und mittels heilkundiger Mönche der abendländischen Klöster erneut weite Verbreitung fand.

Neben zahlreichen Gerätschaften von Waage und Gewichten über Flaschen, Dosen, Löffel, Spatel bis hin zum Kräuterlexikon, sind es vor allem Mörser und Pistille, die für Apotheker unverzichtbar waren. In zentnerschweren Mörsern zerkleinerten Gehilfen in einer so genannten Stoßkammer, die sich im Keller der Apotheke befand, täglich die benötigten Rohstoffmengen aus Heilkräutern, Rinden, Wurzeln, Mineralien, aber auch organischen Materialien, während die Endzubereitung der Rezeptur mit kleineren Mörsern vorgenommen wurde. Auf diese Weise wurden bis zum 19. Jahrhundert die meisten Medikamente eigenständig hergestellt.

Die Ausstellung im Aachener Couven Museum zeigt eine Auswahl dieser Apothekengeräte aus einer Essener Sammlung, die die geschichtliche Entwicklung des Apothekerhandwerks aus fünf Jahrhunderten näherbringt. Das Herzstück der Ausstellung bildet dabei die museale Adler-Apotheke der Familie Monheim als die zweitälteste aller noch in Aachen bestehenden Apotheken.