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DESCRIPTION:Begeistert von der neuen zeitgenössischen Kunst\, die die selbstbewusste Aufbruchsstimmung und das unkonventionelle Lebensgefühl der Generation ihrer Zeit spiegelte\, begann das Sammlerpaar Peter und Irene Ludwig Ende der 1960er-Jahre leidenschaftlich und im großen Stil junge Kunst aus Europa und Nordamerika zu sammeln. Es war eine Zeit der Superlative: mit Mondlandung\, sexueller Befreiung und Selbstverwirklichung schien alles möglich; Künstler wie Andy Warhol und Roy Lichtenstein machten die Welt des Konsums\, der Massenmedien und der profanen Statussymbole des ‚American Way of Life‘ zum Gegenstand ihrer Kunst und erfanden damit die Pop Art. \nZeitgleich fand auch der Fotorealismus seine Inspiration im Alltagsleben\, in spiegelnden Schaufenstern\, grellbunten Neonreklamen\, Schnellrestaurants oder schrottreifen Autos – nach fotografischen Vorlagen akribisch gemalt von Ralph Goings\, Don Eddy oder John Salt. Auch in Europa gab es ab den 1960er-Jahren eigene Auslegungen: Die Werke des Italieners Domenico Gnoli\, des Franzosen Jacques Monory\, des Isländers Erró oder des Deutschen Dietmar Ullrich beweisen dies eindrucksvoll. Eine weitere Spielart der Pop Art\, die Soz Art\, entwickelte sich in den 1980er-Jahren in der Sowjetunion und den sozialistischen Bruderstaaten. Ihre Bildsprache\, die die Erscheinungsformen sozialistischer Staatspropaganda aufgriff\, nutzten Künstler wie der Russe Sergej Mironenko\, der Chinese Wang Guang Yi oder der Kubaner Tonel\, um humorvolle und doch beißende Kritik an ihren Regimen zu äußern. \nKuratiert von Dr. Annette Lagler
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