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SUMMARY:Vortrag im Auditorium
DESCRIPTION:„Memento-mori im Schunkelrhythmus – Trauer und Jenseitsvorstellungen im Narrenfest“ \nSchunkelnd ins Jenseits \nKarneval und Seelenheil in Bild und Ton im Trauer- und Narrenmonat November \nOhne Aschermittwoch keine „Nacht vor dem Fasten“\, keine Fast-Nacht\, kein Fastel-Ovend. Karneval definiert sich als Wendefest im christlichen Jahreskreis: vom Ausgelassenen zum Stillen\, vom Üppigen zum Kargen\, vom Feuer zur Asche\, vom Leben zum Tod. Das klingt schaurig\, wird im Rheinland aber lustig besungen. Zum Beispiel auf Sitzungen.  \n„Wir kommen alle in den Himmel“ sang Jupp Schmitz in den 1950er Jahren\, „Es gibt ein Leben nach dem Tod“ singen die Bläck Fööss. Und zu den aktuell beliebtesten Liedern zählt – gerade unter jungen Leuten – der „Totentanz“ von Kasalla „Alle Jläser huh“. Wenn „Niemals geht man so ganz“ (BAP\, Trude Herr) zu den meist gespielten Musikstücken in rheinischen Trauerhallen gehört\, dann muss was dran sein an Liedern\, die der vermeintlich so oberflächlichen Populärkultur entstammen. Sie haben\, was Kirchenlieder gerne hätten: Wirkung. In Herz und Gemüt!  \nGerade Verlust- und Abschiedsgedanken werden oft in Liedern des Karnevals thematisiert. Mundart und Brauchtum gestatten uns\, als Erwachsene noch mal kindliche Jenseitsvorstellungen zu pflegen. In kindlicher Zuversicht halten wir dann an der Himmelspforte Zwiesprache mit dem Petrus und zeigen ihm unsere Eintrittskarte: unsere Geburtsurkunde mit dem Adelsprädikat: Ich bin ´ne Öcher. Das entlastet. \nWarum das so ist und warum es passt\, dass die Jecken im Trauermonat November ihre närrische Session eröffnen\, das will der Vortrag aufzeigen. Seriös und augenzwinkernd.  \n\nReferent: Wolfgang Oelsner\, geb. 1949\, Pädagoge und Jugendpsychotherapeut\, langjähriger Rektor der Schule in der Uniklinik Köln. Neben pädagogischer und psychologischer Fachliteratur zahlreiche Bücher\, Fernseh- und Rundfunkbeiträge zum Karneval. Seit 50 Jahren aktiv im Karneval. Kulturpreisträger der Deutschen Fastnacht\, Träger der Millowitsch-Medaille des Festkomitees Kölner Karneval\, Dr. humoris causa der Narrenacademie Dülken. \nNur Museumseintritt
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